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Bittere Wahrheiten

Fakten rund um die Schokolade

Schokolade nobilis Esslust

Rund drei Kilo Naschwerk verzehren Festtagsesser zu Weihnachten im Durchschnitt. nobilis tischt bittere Alternativen zu Schoko-Männern und Co auf.

Was steht bei Ihnen in diesen Tagen auf dem Speiseplan? Egal. Denn eines fehlt gewiss nie. Schokolade. Bereits Monate vor Ostern oder Weihnachten warten die Schokohasen oder die Schokoladen-Nikoläuse auf uns in den Supermarkt-Regalen.

Fest der Schokoholics

Weihnachten ist zum Fest der Schokoholics geworden, dicht gefolgt von Ostern. Der Ursprung der süßen Freuden liegt im bitteren Kakao. Zermahlen und mit heißem Wasser aufgegossen, tranken ihn schon 1 000 Jahre vor der Entdeckung Amerikas die Olmoken, die Maya und Tolteken – zum Teil unter Zugabe von Chili oder Pfeffer. Sie nannten den Trunk „Xocolatl“, Bitterwasser. Als ihn Cortez nach Europa brachte, fand zunächst niemand Gefallen an dem bitteren Zeug. Ihren Siegeszug durch die europäischen Adels-Salons des 16.Jahrunderts konnte die Schokolade erst nach Zugabe von Rohrzucker oder Honig antreten. Sie war nun süß und wurde erstmals auch gehärtet.

Schokoladade hebt den Serotonin-Spiegel

Serotonin ist ein Botenstoff, der im Gehirn gute Laune auslösen kann. Schokolade hebt den Serotonin-Spiegel im Blut und damit auch unsere Stimmung – soweit die Theorie. Eine ähnliche Wirkung haben übrigens auch Sonnestrahlen. Vermutlich wird deshalb im dunklen Norden und während der dunklen Jahreszeit besonders viel Schokolade als Ersatzdroge genossen. Dabei sollten wir zu Weihnachten besser Käse essen. Denn der enthält fast das Zehnfache des begehrten Stoffs.

Phenylethylamin lässt träumen

Es muss folglich am Phenylethylamin liegen. Eine Substanz zum Träumen. Denn sie ist vermehrt im Blut zu finden, wenn wir verliebt sind. Sie erhöht Pulsfrequenz, Blutdruck und den Zuckerspiegel. Zuvor müssten wir allerdings rund 100 Tafeln Schokolade essen, um eine wirksame Dosis zusammen zu bringen. Eine solche Ration schaffen selbst zu Weihnachten nur wenige.

Das Rauschmittel Anadamid

Bleibt Anandamid, ein Rauschmittel, das auch in der Cannabis-Pflanze vorkommt. In der Annahme, die Konzentration dieses Stoffes in der Schokolade würde für ein paar unbeschwerte Stunden sorgen, ist vermutlich die Schoko-Zigarette erfunden worden. Aber auch hier reicht die Dosis nicht für wahres Glück.

Warum betört Schokolade?

Die betörende Wirkung der Schokolade ist also nicht chemisch zu erklären. So wie das Glück selbst auch. Der Verband für unabhängige Gesundheitsberatung hat nun herausgefunden, woran es wirklich liegt. Noch in Kindertagen haben wir gelernt, dass Schokolade eine Belohnung für besondere Leistung, aber auch Trost in schwerer Not ist. Sie war und ist Symbol des behüteten glücklichen Lebens. Wir glauben an die Kraft der Schokolade. Und allein deshalb wirkt sie. Alle Jahre wieder.

Ursprünge des Schoko-Booms

Mit Oliver Rasper, dem Spitzenkoch aus der NORD/LB, wollen wir zurück zu den Ursprüngen des Schoko-Booms. Zu den bitteren Geschmacksstoffen. In der traditionellen Heilkunde ist die harmonisierende Wirkung der Bitterstoffe übrigens seit langem bekannt. Damit befrieden Sie also ganz einfach jeden weihnachtlichen Familienzwist. Zur Feier der Festtage kombiniert Oliver Rasper sie mit den typischen Gewürzen aus der Weihnachtsbackstube: Zimt, Anis, Ingwer.

Gewürz-Kombinationen

Beginnen wir mit in Zimt geschmortem Chicorée. Die herrlich bitteren Knospenblätter schneiden wir, bestäuben sie mit Zimt, braten sie an und löschen sie mit Balsamico ab. Sauer und Bitter gehen hier eine wunderbare Allianz ein, der Zimt gibt dem Ganzen eine edle Note. Genießen Sie den Chicorée pur oder mit einer Lammkeule aus dem Ofen.

Oder wie wäre es mit einem Ingwerhuhn. Einfach ein Bauernhuhn mit Ingwer und Chili eine gute Stunde in Gemüsefond kochen. Sie bekommen weihnachtlich-zartes Hühnerfleisch mit aromatischem Gemüse und eine schmackhafte Vorsuppe für den ersten Feiertag. Wer noch eine unkomplizierte Alternative zum Karpfen sucht, soll ruhig ein bisschen Süßholz raspeln. Oliver Rasper brät Sardinen in Sternanis, Fenchel, Süßholz und Knoblauch an, gibt Thymian und Chili dazu, bestreut sie mit grobem Meersalz. So bekommt Weihnachten ein bisschen mehr Pep. Und die selbst gebackenen Schoko-Plätzchen machen auch wieder mehr Spaß.

Oh’ Du Fröhliche.

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